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[Gemächer der Königin] Außereheliche Abenteuer (April 952)

1

Freitag, 7. Juni 2019, 19:09

Außereheliche Abenteuer (April 952)

Es verging einige Zeit seit der letzten Begegnung der Königin mit dem Reichsprotektor Ioannes Kourkouas. Selbiger hatte es ihr seit ihrer ersten Begegnung und besonders auch nach ihrem gemeinsamen Mahl vor Kurzem ungemein angetan. Am Hofe, so befand sie, gab es keinen attraktiveren Mann und der Königin gelüstete es nach langer Zeit wieder nach einigen Augenblicken der Freude und der leidenschaftlichen, körperlichen Innigkeit. Sie hatte also eine Sehnsucht nach all jenen Dingen, die ihr ihr Gemahl Aschot nicht geben konnte, und der es wohl niemals verstehen würde, eine Frau in ihren Bedürfnissen zu befriedigen, was ja auch kein Wunder war, wenn man sich nur immerzu mit anspruchslosen Huren umgab. Die Beziehung zwischen ihr und ihrem Gemahl hatte sich wesentlich verschlechtert und es reichte Thekla gehörig, dass Aschot sich - neben seinen unzähligen außerehelichen Eskapaden - immer öfters wie ein ungehobelter Idiot, auch ihr gegenüber, benahm. Wenn sich also ihr Gemahl am Ende solchen Annehmlichkeiten mit Huren und dergleichen für sich widmen konnte, dann könnte sie sich wohl zur Abwechslung auch einmal mit einem richtigen Mann vergnügen.

Bei ihrem letzten Treffen mit Kourkouas hatte sie ihm eine eindeutige Nachricht zukommen lassen, die ihn heute hierher, in ihre Gemächer, führen sollte. König Aschot war wieder mal mit seinen Höflingen zu einer "Jagd" aufgebrochen, aber solche Veranstaltungen konnten sich, wie üblich, bis in die Nacht oder gar den nächsten Morgen hinziehen; es waren eher Vergnügungstouren mit Sauferei und Hurerei und allem, was dazu gehörte, was aber trotzdem unter dem Titel "Jagd" ablief. Aber heute würden diese Unternehmungen ihres Gemahls sie nicht verärgern, sondern ganz im Gegenteil: Heute würde Königin Theklen während der Abwesenheit ihres Gemahls genügend Zeit haben, um sich mit Ioannes Kourkouas, nach dem sie sich schon besonders sehnte, zu vergnügen. Sie war sich sicher, dass besagter Protektor ihrem weiblichen Charme und ihren Reizen hoffnungslos erlegen war; einen solchen Eindruck hatte er zumindest jedes Mal auf sie gemacht, wenn sie am Hofe auf ihn traf. Er würde also sicherlich kommen und hätte als rhomäischer Befehlshaber und insgeheimer Regent Armeniens auch die Möglichkeiten und Mittel dazu, der Bitte der Königin diskret nachzukommen.

In Vorfreude auf dieses Wiedersehen bereitete sich Thekla vor: Sie nahm ein warmes Bad, ließ sich ihr langes, volles Haar bürsten und legte - nach einer Massage durch ihre Dienerinnen -, über ihr Untergewand ein schönes leichtes Kleid an, welches man ganz nach Belieben und blitzschnell öffnen konnte, um sich seiner zu entledigen, wenn der Bedarf, unbekleidet zu sein, eintreten sollte. Und mit einem solchen Bedarf würde sie heute ganz sicher rechnen. Ungeduldig erwartete sie sodann die Ankunft des Kourkouas in ihren Gemächern.

Ioannes Kourkouas

Reichsprotektor für das Königreich Armenien

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2

Mittwoch, 4. September 2019, 22:47

Das Schreiben der Königin mit recht eindeutigem Inhalt hatte den Reichsprotektor erreicht. Tatsächlich waren der König und seine Günstlinge nicht zugegen. Ob sie sich wirklich auf eine Jagd begaben oder aber das Ganze bloß ein Vorwand für sonstige Vergnügungen war, konnte Ioannes Kourkouas einerlei sein. Hauptsache, er und Thekla wären ungestört. Trotz alledem versicherte er sich, dass ihm niemand folgte, als er sich den Gemächern der Königin näherte. Auch er verspürte seit langem ein Verlangen nach ihr, daher war er umso trauriger, dass sie einen Idioten wie Aschot geheiratet hatte.

Schließlich trat er in Theklens Gemächern ein, mal wieder in prunkvoller Rüstung, und hoffte, von einer der Dienerinnen der Königin zu dieser geführt zu werden. Ob die Weiber wirklich verschwiegen waren, war fraglich, weswegen er es gerne gesehen hätte, wenn man besser unter vier Augen blieb. Endlich gelangte er in die inneren Räumlichkeiten und verneigte sich in Richtung der Königin mit den Worten: "Euer Hoheit." Dergestalt wartete Kourkouas erst einmal ab, war es doch nun an Thekla, den nächsten Schritt zu tun - wie auch immer dieser aussah.

3

Sonntag, 22. September 2019, 10:48

Die Vorfreude auf das Wiedersehen mit Kourkouas war groß und lange musste Königin Theklen dann tatsächlich nicht mehr warten bis der herbeigesehnte Gast auch endlich eintraf. Sogleich wurde selbiger von einer der griechischen Jungfern der Königin in einen der Räume ihrer weitläufigen Gemächer geführt. Der Reichsprotektor machte dabei einen außerordentlich statthaften Eindruck auf die wartende Königin mit seiner prächtigen und prachtvollen Rüstung, die er sich angelegt hatte und die sie ganz an die ansehnlichen kaiserlichen Leibgardisten aus Konstantinopel erinnerte. Als er nun da stand, ging die Königin mit einem Lächeln freudig auf ihn zu und entließ die umstehenden Staatsjungfern, die sie bisher umsorgten. Offiziell würde dieses Treffen als eine vertrauliche Unterhaltung gelten, mehr nicht. Theklen hatte aber auch so keinen Zweifel, dass ihre Dienerinnen, die allesamt Griechinnen aus Konstantinopel und handverlesen waren, Stillschweigen bewahren würden über Alles, auch wenn es noch so unbedeutend war.

"Hoheit? Warum denn so förmlich, Ioannes?",
fragte sie ihn lachend, immerhin war man ja schon beim persönlicheren Du. Um die Atmosphäre weiter zu locken folgte, nach dem einleitenden Handkuss, sogleich eine Umarmung. "Wollen wir uns setzen? Ich habe uns einen erlesenen Tropfen bringen lassen." Noch befand man sich in einem Raum direkt neben dem königlichen Schlafgemach, der durch große Fenster eine besonders schöne Aussicht auf das darunter liegende Kars bot. Genau vor besagtem Fenster befanden sich Sitzmöglichkeiten und ein Tisch, auf dem der bereits erwähnte Wein bereitstand. "Deine Rüstung ist wirklich prächtig. Aber ist es nicht ein wenig ungemütlich? Willst du sie nicht vielleicht ablegen während unserer Unterredung, wo hier doch keine Feinde zu erwarten sind?" Mehr als den Komfort des Kourkouas hatte die Königin jedoch Anderes im Sinn... Warum sollte man den Körper eines Kriegers in der Gegenwart einer Frau hinter soviel Metall verbergen? Die Königin erhoffte sich "anregendere" Anblicke während ihrer gemeinsame Zeit hier.

Ioannes Kourkouas

Reichsprotektor für das Königreich Armenien

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4

Sonntag, 6. Oktober 2019, 20:45

Man merkte der Königin ihre ehrliche Freude an, als sie des Reichsprotektors ersichtig wurde. Wie langweilig und abgedroschen ihr Gemahl, der König, doch auch war. Kein Wunder, dass sie sich einen anderen Mann an ihrer Seite gewünscht hätte. Gleichwohl blieb die Sache nicht ohne Risiko, immerhin handelte es sich ja um Ehebruch, und darauf stand der Tod. Als Landfremde fehlte Thekla der Rückhalt in Armenien, doch sobald sie einen männlichen Erben in die Welt gesetzt hatte, sah die Sache für sie weit günstiger aus. Dass der armenische König ohnehin nicht mehr allzu viel zu melden hatte, seit das Land Reichsprotektorat geworden war, führte dazu, dass sich Thekla zurecht am starken Protektor orientierte statt an ihrem schwächlichen Gatten.

"Dir zu Diensten", grinste er erwidernd und wechselte zum vertrauten Umgang, da man unter sich war. "Eine vorzügliche Idee, geliebte Königin." Dass die Zuneigung beiderseits war, merkte man als aufmerksamer Betrachter sofort. Ioannes Kourkouas hatte auch keinen besonderen Respekt vor König Aschot. Sogleich genoss man den wahrlich exquisiten Wein, als die Königin noch etwas weiterging und vorschlug, der General solle es sich doch gemütlicher machen, indem er seinen Harnisch ablegte. "Nichts lieber als das", erwiderte Kourkouas und fing auch schon an, sich des hier eher lästigen Blechs zu entledigen, so dass Thekla einen besseren Blick auf seinen formidablen Körper hatte. "Der königliche Narr ist also auf der Jagd? Dort passieren ja ab und an bedauerliche Unfälle." Er kicherte. Am Ende erledigte die Vorsehung das Problem ja von selbst. "Allerdings: Solange du keinen Erben zeugtest, ist dein Stand in Armenien wackelig." Da erzählte er ihr bestimmt nichts Neues. So sehr sie Aschot verachtete, seinen Samen musste er in sie setzen, war dies doch ihre Überlebensgarantie. Oder gab es da noch eine andere Möglichkeit ...?

5

Sonntag, 6. Oktober 2019, 21:30

Ioannes wusste, im Gegensatz zu ihrem königlichen Gemahl, wie man mit einer Frau umging und sah dazu noch um Welten ansehnlicher und kräftiger aus. Theklen ergötzte sich fast schon an dem Anblick des Kourkouas, wie sich dieser seiner prunkvollen, aber doch sperrigen Rüstung langsam entledigte und der athletische Körper nur noch besser zum Vorschein kam. "So gefällt mir das doch schon viel besser", meinte sie etwas verführerisch, wo man doch nun alleine unter sich war. Wie gern wäre sie auf ihn zugegangen und hätte ihm auch die restlichen Kleidungsstücke vom Leib gerissen! Ihr schwächlicher Gemahl, dessen Anblick sie ja ertragen musste, hatte nicht einmal einen Bruchteil seiner Kraft und Muskeln. Nachdem man sich dann zusammen an den Tisch gesetzt und begonnen hatte, den Wein zu verkosten, sprach Ioannes über ihrem Gemahl und dessen "Jagd". Jetzt, da sie sich schon näher kannten und da man alleine war, sprach sie offener: "Jagd?", lachte sie spöttisch. "Ashot jagt doch nichts anderes als die Huren dieser Stadt. Mit seiner ganzen Bagage unansehnlicher Hofschranzen zieht er jetzt gerade wohl von Bordell zu Bordell und besäuft sich wieder mal." Eine gewisse Gehässigkeit kam da zum Vorschein, was aber auch kein Wunder war, so wie Ashot sie behandelt hatte in der Vergangenheit. "Ich hoffe, dass er eines Tages wie ein gewöhnlicher Freier, der zu viel getrunken hat, in der Gosse landen wird." Aber das würden seine intimsten, arschkriecherischen Höflinge - allein schon aus Eigennutz - wohl zu verhindern wissen. Ioannes machte sie dann noch auf die bisher offene Frage nach königlichem Nachwuchs aufmerksam. Theklen empfand es tatsächlich als Erleichterung, dass ein Mann wie Ioannes sich für ihre Probleme interessierte und, dass er auch mächtig genug war, dass sie es ihm freimütig erzählen konnte. "Dessen bin ich mir bewusst. Aber glaub mir, Ioannes, als Frau bin ich der "Kunst" der Liebe sehr bewandert", sie blickte ihn bei diesen Worten noch einmal besonders intensiv an. "Aber bei einem so schwächlichen und in der Liebe unerfahrenen Mann wie Ashot... da kommt auch ein königlicher Samen an seine Grenzen. Ich denke, er beackert diese ganzen Huren, weil er sich damit selbst etwas beweisen will." Sie glaubte ja nicht, dass ihr Gemahl es jemals wirklich bringen würde. "Aber jetzt genug von diesem Trottel! Seinesgleichen sieht man in meiner geliebten Heimatstadt Konstantinopel in der Gosse herumirren und betteln. Aber Männer wie du...Die bringen es bei meinem Cousin dem Kaiser nicht ohne Grund stets bis ganz nach oben!" Auch Romanos hatte wohl ein Auge für männliche Schönheit, so zumindest lauteten einige Gerüchte, aber als Kaiserin hätte sie es wohl auch nicht anders gemacht.

Thekla fühlte sich mehr als wohl in der Gegenwart des Kourkouas, er war galant und sie konnte gut mit ihm sprechen. Zusammen mit dem Alkohol und ihrer offensichtlichen, körperlichen Anziehung entwickelte sich in ihr klar der Drang nach mehr Nähe zu ihrem Favoriten, besonders wo sie ja um die Untreue ihres Mannes wusste. So erhob sie sich nach kurzer Zeit und schritt etwas näher zu dem Fenster, vor dem der Tisch stand, und von dem sich aus eine wunderschöne Ansicht auf die Stadt Kars bot, über der ja der Palast lag. Ganz bewusst hatte sie dabei in einem unbeobachteten Moment einen Verschluss ihres Kleides am Rücken geöffnet, sodass dort ihre königliche Haut prächtig zum Vorschein und zur Geltung kam. "Liebster Ioannes, der Schneider aus Konstantinopel hat bei diesem Stück ganze Arbeit geleistet, aber ich habe das Gefühl, es sitzt nicht so recht. Würdest du einmal nachsehen?", fragte sie ganz unschuldig. Für geübte Frauenhände war dieser Verschluss kein Problem. Ioannes würde aber, so hoffte sie, vielleicht etwas länger brauchen und seine Hände vielleicht auch etwas abgleiten... Sie nahm sodann, weiterhin auf Kars blickend, genüsslich einen weiteren Schluck Wein. Während der Protektor sich hinter ihr also ihrer Not annehmen und ihr gezwungenermaßen näher kommen würde, sprach sie weiter: "Was die Sache mit dem Thronfolger angeht...hast du da eigentlich einen Rat für mich, mein Lieber?"

Ioannes Kourkouas

Reichsprotektor für das Königreich Armenien

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6

Freitag, 11. Oktober 2019, 02:32

Die Königin schien angetan von dem, was sie nun zu sehen bekam. Obwohl Ioannes schon immer ein Weiberheld gewesen war, hatte er doch bisher noch niemals eine echte Königin beeindruckt, was ihn selbst irgendwie beeindruckte. Ja, diese Thekla hatte das gewisse Etwas. Schon ohne ihren hohen Rang wäre sie begehrenswert gewesen. Aber so ... Eine bessere Partie konnte es nicht geben. Und trotzdem war Kourkouas Realist. Sie beide würden nach menschlichem Ermessen niemals legal zusammenleben können. Da müsste schon ein Wunder sondergleichen geschehen. Manchmal gab es solche Mirakel, aber wer wusste schon, wieso so etwas genau jetzt eintreten sollte.

"Mit Verlaub, Hoheit, ist er dennoch der König ... leider." Diesen Zusatz, verbunden mit der geziemenden Anrede, glaubte er sich erlauben zu können, nachdem sich Thekla quasi offenbart hatte, was ihre (nicht vorhandenen) Gefühle für ihren Göttergatten anbelangte. In der Gosse hätte sie ihn gerne gesehen. Der Reichsprotektor schmunzelte. "Dass er es überhaupt auf den Thron schaffte, verwundert mich schon etwas. War die Sache wirklich astrein?" Natürlich war sie das nicht, auch wenn keiner offen darüber sprach. Zu viele profitierten von einem Königtum dieses Idioten und würden daher den Mund halten.

"Das klingt ja fast so, als wollte mich der Kaiser in seinem Bett sehen ..." Er lachte laut auf. Alles nur dummes Gewäsch. Der Kaiser war schließlich bereits mehrfach verheiratet. "Da wärst mir du schon deutlich lieber, muss ich gestehen. Doch wer bin ich, dergleichen auch nur zu denken ..." Er gab sich betreten. Als die Königin sich kurz darauf erhob und zum Fenster schritt, gab sie einen Blick auf ein wenig königliche Haut preis. Kourkouas musste schon tief durchatmen, um die Contenance zu behalten.

"Das lasse ich mir nicht zweimal sagen ...", platzte es aus ihm heraus und er sprang zeitgleich auf, sich sofort eingedenk, wie unprofessionell sein Verhalten war. Daher schob er nach: "Ich meine: Sehr wohl, Euer Hoheit." Pflichtschuldig schritt er zu Thekla hinüber. Sogleich hatte er seine liebe Not mit dem besagten Verschluss. Zu sehr lenkte ihn die nackte Haut der Königin ab. "Ich ... äh ... das ist aber auch widerspenstig ..." Sonst war er doch nicht so ungeschickt ... Kurz bevor er der Sache näher kam, platzte sie mit neuer Direktheit heraus. "Einen Rat ... Nun, ich will nicht unverschämt erscheinen, doch gefiel es unserem Schöpfer, weitere männliche Geschöpfe in die Welt zu setzen." Das war fast dreist, bedeutete dies doch letztlich, jeder Trottel könnte die Königin schwängern und es würde keinen Unterschied machen zum König. "Au weia!", rief er in just diesem Moment, denn irgendwie löste sich jetzt auch der restliche Verschluss des königlichen Kleides. Kourkouas verdrehte die Augen, halb aus Schreck, halb aus Lüsternheit. Wortlos stand er da und versuchte seinen hörbar hitzigen Atem zu zügeln.

7

Freitag, 11. Oktober 2019, 19:22

"Der Kaiser nimmt sich, was er will", meinte sie lachend auf seine Bemerkung bezüglich Romanos. Ein bisschen neidisch war sie ja schon auf ihren kaiserlichen Cousin und seine Position: Er konnte sich vergnügen wie und mit wem er wollte, ganz wie es ihm beliebte, während sie als Königin dem Joch ihres Ehemannes unterworfen war, zumindest offiziell. Denn faktisch war Ashot im Königreich ja entmachtet worden, König nur noch dem Namen nach, und als Cousine des Kaisers würde es wohl niemand wagen können, sie auch nur anzurühren, besonders da sie ja jetzt noch ihren ganz eigenen "Protektor" hatte. Der sprach dann davon, dass er doch viel lieber die Königin "hätte" als den Kaiser. "Du bist ganz bestimmt nicht der einzige, der so denkt. Aber ich mag Männer, die den Mut haben, es auch auszusprechen." Schon oft hatte Theklen die Blicke der widerwärtigen Gestalten bemerkt, die Ashot wie Fliegen umgaben, aber noch umso einiges hässlicher waren. Die würden sich wohl im Verborgenen nach ihr gelüsten. Sie wunderte sich nicht, dass das Bordell deren einzige Möglichkeit war.

Dann schritt Ioannes los, um ihr – vorsätzlich herbeigeführtes – Problem mit dem Verschluss des Kleides zu lösen. Und ganz wie sie es geplant und ersehnt hatte, bereitete es ihm als Mann so einige Probleme. Die Königin konnte sich ein Lachen nicht verkneifen, wirkte Ioannes doch noch ungeschickter als gedacht. "Das scheint eine Schlacht zu sein, die du ausnahmsweise mal nicht gewinnen könntest." Dann kam Ioannes ziemlich direkt auf den Rat bezüglich des Thronfolgers zu reden. Sie hatte es ja auch provoziert und seine Antwort gefiel ihr sehr. "Manchmal frage ich mich, ob man bei meinem lieben Ehemann überhaupt von männlichem Geschöpf reden kann..." Wieder musste sie lachen. Dann schien Ioannes aber wirklich Nägel mit Köpfen zu machen und löste den restlichen Verschluss ihres Kleides, tat dabei aber ganz ungeschickt und unschuldig, doch sie war überzeugt, dass er es absichtlich tat und es ihm nach ihr gelüstete. Sie drehte sich zu ihm um und bemerkte seine offensichtlich Erregung, die er ob des Anblicks ihres teilweise entblößten weiblichen Körpers hatte, was sie in ihrer Eigensicht bestätigte. Denn sie galt als unfassbar gutaussehende Frau und konnte bei ihren Abenteuern in Konstantinopel schon eine ganze Reihe Männer um den Finger wickeln. "Du kannst es wohl gar nicht abwarten, mein Lieber, was? Oh, ich mag Männer, die ganz genau wissen, was sie wollen!" Theklen fühlte seit langem mal wieder so etwas wie Aufregung und Leidenschaft. Es erinnerte sie an ihre wilden Zeiten in Konstantinopel. Da ihr Kleid jetzt kaum noch befestigt war, beschloss sie kurzum, es einfach ganz abzulegen. Das Kleid rutschte zügig herunter auf Boden und so stand die Königin von Armenien auf einmal nur noch in Unterwäsche da. "Oh Schreck, jetzt ist es wohl ganz heruntergefallen", meinte sie gespielt unschuldig, musste aber selbst darüber lachen. Sie schritt nun ganz nah an ihren Protektor heran und legte ihre Hände an ihn. "Da du mir so nett geholfen hast, muss ich mich ja wohl revanchieren." Langsam und Stück für Stück befreite sie ihn von seinen restlichen Kleidungsstücken und zog den ansehnlichen Kourkouas aus. Bei diesem Anblick und Vorgang wurde sie mehr und mehr von Wollust durchfahren. "So sieht es doch schon viel besser aus. Und jetzt darf ich doch erwarten, dass mein lieber Protektor seine Königin in ihr Bett trägt. Hier am Fenster ist es so leicht bekleidet viel zu kalt für eine Frau." Erneut musste sie lachen. Aber sie war immerhin noch Königin und würde es bestimmt nicht wie eine Wilde auf dem Boden treiben. Wenn Kourkouas ein Mann wäre, würde er sie packen und in ihr Schlafgemach im nächsten Raum tragen.

Ioannes Kourkouas

Reichsprotektor für das Königreich Armenien

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8

Samstag, 12. Oktober 2019, 14:23

"Deswegen ist er ja der Kaiser, nicht wahr", schmunzelte der Reichsprotektor. Die durften sich bekanntlich (fast) alles erlauben. "Wenn man so will, ist Aschot zwar König, aber ich bin Kaiser in Armenien." Dies war nun schon gewagt, aber Thekla stand ja auf Männer, die aussprachen, was sie denken, wie sie soeben gesagt hatte.

Es nahm seinen natürlichen Lauf, denn nur Kinder oder Idioten hätten es nicht vorausgesehen, wohin das Ganze führen würde. Am Ende standen sich die Königin von Armenien und der Reichsprotektor dergestalt gegenüber, wie Gott sie geschaffen hatte. Dass sie im Begriff waren, eine große Dummheit zu begehen, schien keinen der beiden zu kümmern. Wie schon in der Bibel ging es vom Weibe aus, doch war der Mann bereitwillig, ihr ins mögliche Verderben zu folgen.

"Da holt man sich ja eine Verkühlung, Hoheit", lachte er schelmisch und ging auf ihren Lösungsvorschlag direkt ein. "Ich wäre ein schlechter Protektor, würde ich dem nicht vorbeugen." Gesagt, getan. Vorsichtig griff er sich die Königin und trug sie dann wie ein Gentleman ins angrenzende Schlafgemach. Und wie Adam einst Eva, erkannte er im Anschluss Theklen. Die Affäre hatte ihren Anfang genommen.

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